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01.09.2007

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Schere öffnet sich weiter!

Bericht
Arm trotz Arbeit hier, exorbitante Steigerung der Vorstandsgehälter dort.

Der zweite Armutsbericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2005 hatte den Befund bestätigt: Seit 1998 ist die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland größer geworden. Und das Tempo nimmt zu. Während Großunternehmen und Finanzspekulanten astronomische Gewinne einfahren, gingen die Reallöhne 2004 erstmals um 0,9 % zurück, womit die Bundesrepublik in der Lohnentwicklung trauriges Schlußlicht unter den (damals) 15 EU-Staaten war.

Ein wichtiger Indikator dieses Prozesses ist die aktuelle Einkommensentwicklung. Untersucht wird sie in einer im November 2006 veröffentlichten Studie von Claus Schäfer, einem Mitarbeiter des zur gewerkschaftseigenen Hans-Böckler-Stiftung gehörenden Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts. Demnach waren sowohl Brutto- als auch Nettolohn-Quote im ersten Halbjahr 2006 rückläufig, obwohl das Volkseinkommen (die Summe aller von Inländern im Laufe eines Jahres aus dem In- und Ausland bezogenen Erwerbs- und Vermögenseinkommen) um 1,5 % stieg. Als Ursachen werden vor allem gesunkene Arbeitnehmerzahlen, die Ausweitung des Niedriglohnsektors sowie die Abnahme von Vollzeitbeschäftigung zugunsten sogenannter prekärer Beschäftigungsverhältnisse genannt.

Während die Löhne nur moderat ansteigen, nimmt die Zahl der Inlandsbeschäftigten stetig ab. 2006 waren es gegenüber dem Vorjahr etwa 200.000 weniger. Auch bisher geleistete Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld oder ein 13. Monatsgehalt werden immer seltener. Auf der anderen Seite können die Unternehmensgewinne ein ständiges Wachstum verzeichnen. Im Vergleich zu 2005 nahmen sie im vergangenen Jahr noch einmal um 6,2 % zu. Kapital-Gesellschaften verzeichneten in diesem Segment gar eine Steigerung von 11,5 %. Die Gewinnzunahme der DAX-30-Unternehmen betrug 2005 60 % (!). Jene Firmen gehören heute aber schon zu 50 % ausländischen Kapitaleignern. Das erlaubt die Schlußfolgerung, daß all diese Gewinne dem deutschen Volk so gut wie gar nicht zugute kommen.

Auch innerhalb des lohnabhängigen Einkommens nehmen die Ungleichverteilungen zu, was sich bereits für den Zeitraum von 1998 bis 2003 nachweisen läßt. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf die Zunahme geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse gegenüber der klassischen Vollzeitarbeit. Laut Armutsbericht der Arbeitnehmerkammer Bremen von 2006 - er trägt den bezeichnenden Titel »Bedürftig trotz Arbeit« - kommen in Deutschland rund 900.000 »Fälle« von Arbeitnehmern hinzu, die nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt aus dem erzielten Arbeitserlös zu bestreiten. Anders ausgedrückt: Trotz eines Arbeitsplatzes sind sie auf staatliche Transferleistungen angewiesen. Eine perverse Situation, welche die Mindestanforderungen an eine funktionierende Ökonomie, nämlich den Beteiligten die Möglichkeit zu schaffen, sich und ihre Familien durch Arbeit selbst ernähren zu können, zur Makulatur werden läßt. Zum Vergleich: Die Vorstandsgehälter der bundesdeutschen Aktien-Gesellschaften stiegen zwischen 1997 und 2003 um satte 88 %!

Während sich die Kritik der Studie in altbewährter marxistischer Tradition an der Ungleichverteilung von »Unten« und »Oben« entzündet, bleibt der Zusammenhang zwischen den aufgezeigten Mißständen und der gegenwärtigen Zuwanderungspolitik erwartungsgemäß unreflektiert. Deutschland kann sich angesichts der geschilderten Entwicklungen die weitere Finanzierung von Einwanderung in die Sozialsysteme sowie die systematische Verdrängung der Einheimischen durch ausländische Billiglohn-Konkurrenz nicht mehr leisten. Zuwanderung nach dem »Prinzip der offenen Schleusen« wird letztlich nicht nur auf dem Rücken des deutschen Volkes, sondern auch auf jenem der einströmenden, zumeist unqualifizierten Ausländer betrieben. Sie werden zu Transferempfängern des deutschen Sozialstaats sowie zum Reserveheer für Niedrigstlohnarbeit degradiert.

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