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31.12.2008

Lesezeit: etwa 1 Minute

Hedge-Fonds und andere Schuldige

Kleine Geschichte der Finanzkrise – Düsterer Ausblick auf 2009

Zur Erinnerung: Unter der rot-grünen Regierung wurden die Zulassung von Hedge-Fonds und die Ausweitung des Derivatehandels erst ermöglicht. Im darauffolgenden Koalitionsvertrag der „großen Koalition“ wurden weitere Internationalisierungen und Deregulierungen, speziell die Reduzierung (!) der Bankenaufsicht, festgeschrieben. Der Fluch dieser bösen Taten ist hinreichend bekannt und sei deshalb nur kurz skizziert: Die Bilanzen der Banken wurden mit Portfolios strukturierter Papiere aufgebläht und eine Bank nach der anderen geriet seit dem Platzen der „Subprime-Blase“ Mitte 2007 unter zumeist existenzbedrohenden Wertberichtigungszwang.

In Übersee reihen sich perspektivisch fragwürdige Notfusionen wie die der Bank of America und Merrill Lynch & Co. aneinander, werden die Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fanny Mae verstaatlicht, und selbst beim einstigen Bankgiganten Citigroup muß der Staat eingreifen, nachdem sich die Abschreibungen seit Ausbrechen der Finanzmarktturbulenzen auf mehr als 40 Milliarden Dollar summieren.

In England geriet die Northern Rock in eine Schieflage, die zur Verstaatlichung führte, und in Island droht sogar der Staatsbankrott. In Deutschland strauchelt als erste die für 137 Millionen Euro an die amerikanische „Private Equity-Heuschrecke“ LoneStar nahezu verschenkte IKB, obwohl der russische Privatinvestor Alexander Lebedew bis zu fünfmal mehr dafür geboten hätte.

Über die IKB gerät die staatseigene KfW-Bank in die Krise, ebenso trifft es die SachsenLB, die Bayerische Landesbank, die Hypo Real Estate und weitere. Doch trotz der nun seit rund eineinhalb Jahren anhaltenden Turbulenzen sind die Probleme auf dem Finanzmarkt Anfang 2009 immer noch nicht im Griff und in der Realwirtschaft erst ganz am Anfang.

ro
Bericht

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